Landwirte schneiden Hecken und fällen Bäume in der Winterzeit,
hieraus ergibt sich der traditionelle Gehölzschnitt im Winter der von
der Baumpflege übernommen wurde. Das der Landwirt diese Tätigkeiten
im Winter ausführt liegt aber daran, dass er während der anderen Jahreszeiten
keine Zeit dafür hatte.
Neuere Erkenntnisse in der Baumforschung haben ergeben, dass es meistens
sinnvoller ist Gehölze im Sommer zu schneiden.Im Winter befindet sich
der Baum in der Vegetationsruhe, dass heißt es finden keine physiologischen
Prozesse statt. Mit anderen Worten der Baum kann seine natürlichen Abwehrreaktionen
nicht aktivieren und ist somit der Schnittverletzung wehrlos ausgeliefert.
Im Sommer hingegen beginnt der Baum sofort mit den natürlichen Abwehrreaktionen
(Abschottung der Wunde, Wundholzbildung).