Buche Rotbuche
Fagus sylvatica
Fagaceae

Bestimmung Buche

Höhe: bis 30m

Blatt: eiförmig, grün, hart, glänzend

Blattstellung: wechselständig

Herbstfärbung: gelb bis braun

Blüte: Mai, grünbraun, unauffällig

Frucht: Bucheckern, schwach giftig

Zweige: hin- und hergebogen, elastisch

Rinde: silbergrau, glatt

Wurzel: Herzwurzler

Standort: Sonne bis Schatten

Boden: sandig - lehmig bis lehmig

ph-Wert: schwach sauer bis alkalisch

Englisch: Beech

Beschreibung Buche / Rotbuche

Wuchsform

Buchen können zwischen 20 und 30 Meter hoch werden, in Einzelfällen können sie auch einen Höhe von bis zu 40 Metern erreichen. Sie besitzen eine rundförmige, ausgeprägte Krone, die durch eine regelmäßige Form gekennzeichnet ist. Frei stehende Buchen wachsen ausladend und haben tief hängende Zweige. Der Buchenstamm ist geradwüchsig, im Wald, innerhalb mehrerer Baumgruppen, hat die Buche keine Seitenäste und wächst lang gestreckt in die Höhe. Als Solitärbaum besitzt die Buche dagegen zahlreiche Äste und wächst ausladend. Durchschnittlich wird eine Buche bis zu 250 Jahre alt.

Blätter

Die elliptisch geformten Blätter der gewöhnlichen Buche, auch Rotbuche genannt, sind wechselständig und gestielt. Sie werden zwischen fünf und zehn Zentimeter lang und etwa vier bis sieben Zentimeter breit. Buchenblätter besitzen stark ausgeprägte Seitennerven, die sich von jeder Seite der Hauptrippe aus erstrecken. Kurz nach dem Blattaustrieb sind die Blätter mit hellen, weißen Wimpern ausgestattet. Der Blattrand ist leicht gewellt, die Blattoberseite ist dunkelgrün-glänzend, die Unterseite ist mit einer mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbaren Behaarung ausgestattet. Die Herbstfärbung der Buchenblätter ist besonders intensiv, daher hat die Buche auch den Beinamen Rotbuche erhalten.

Knospen

Zwischen März und April treiben die Knospen der Buche aus, sie sind schmal geformt und laufen spitz zu. Ihre schuppenartige Hülle besteht aus kleinen Blättern, die gegenständig angeordnet sind. Ihre Färbung zeigt ein helles Braun, die Knospen werden von gegenständig angeordneten, schuppenartigen Blättern umhüllt.

Baumrinde

Selbst bei alten Buchenbäumen ist die Rinde zumeist glatt, nur selten zeigt sie sich aufgeraut. Ihre Färbung ist grau oder silbergrau, an den Zweigen entlang in dunklem Rot-Braun. Oft sind helle Korkwarzen zu sehen. Buchen, die eine Borke bilden, werden Steinbuchen genannt. Manchmal wird die Rinde der Buche vom Weißen Rindenpilz befallen, der ihr jedoch keinen Schaden zufügt.

Baumblüte

Die Blüten der Buche erscheinen mit dem Blattaustrieb. Die männlichen Blütenstände sind lang gestielt und halbkugelig, jeweils zwei weibliche Blüten sind in einer grünen, kurzstieligen Hülle enthalten. Die Blüten sind einhäusig verteilt, die Blütezeit der Buche ist zwischen April und Mai. Bilder der Buchen Blüten

Früchte

Die Früchte der Buche werden Bucheckern genannt. Sie werden etwa zwei Zentimeter lang und glänzen bei einer dunkelbraunen Färbung. Zwischen zwei und vier Nussfrüchte befinden sich in einer vierklappigen, stacheligen Hülle. Erst im Alter von 40 bis 80 Jahren produziert eine Buche Früchte, deren Reifezeit im Monat September anbricht. Für Menschen wird der Verzehr der ölhaltigen Bucheckern nicht empfohlen, da der hohe Oxalsäuregehalt zu Magenbeschwerden führen kann. Der Oxalsäuregehalt kann durch Erhitzen verringert werden.
Buche BlattBuche BlattBuche BlütenRotbuche BlüteBuche EinzelblüteBuche BlätterBuche FruchthülseBuche FruchtBuche FruchthülseBuche KnospeBuche ZweigBuche Stamm

Rindennekrose:

wird verursacht durch die Buchenwollschildlaus und einen Pilz. Der Pilz tötet die Rindegrößflächig ab, was zum absterben des Baumes führt. Erkennbar an weißer Wachswolle und Schleimfluß am Stamm.

Krankheiten Buche

Blattbräune:

Erst kleine braune Flecken, dann zusammenhängend. Ungefährlich für den Baum.
Buche Blattbräune

Buchenkrebs:

Wucherungen an Stamm und Zweigen.
Buche Krebs

Krebs (Nectria galligena):

Pilzbefall der zum Aufbrechen der Rinde führt. Befallene Zweige und Äste sollten entfernt und verbrannt werden. Ist der Stamm befallen sollte der Krebs vom Fachmann ausgeschnitten werden.
Krebs

Buchenblattgallmücke (Mikiola fagi (HTG.))

Erscheinung im Sommer. In der Galle befindet sich ein rötliche Larve. Für den Baum ungefährlich.
Buchenblattgallmücke

Buchenblattgallmücke (Hartigiola annulipes (diptera))

Neben behaarten Gallen können auch nackte Gallen auftreten. Erscheinung ab Juli. Die Larve ist weiß. Für den Baum ungefährlich.
Buchenblattgallmücke

Maserkopf

Ursache ungeklärt.
Maserkopf

 

Hallimasch
Hallimasch

Häufig vorkommende Pilze an der Buche

Zunderschwamm
Zunderschwamm
sparriger Schüppling
sparriger Schüppling
falscher Zunderschwamm
falscher
Zunderschwamm
wulstiger Lackporling
wulstiger Lackporling
Daedalea unicolor
Daedalea unicolor
flacher Lackporling
flacher Lackporling
rotrandiger Baumschwamm
rotrandiger Baumschwamm
Poria Obliqua
Poria obliqua
Austernseitling
Austernseitling
schleimiger Schüppling
schleimiger Schüppling
berindeter Seitling
berindeter Seitling
Ochsenzunge Leberpilz
Ochsenzunge / Leberpilz
Zinnoberschwamm
Zinnoberschwamm
schuppiger Porling
schuppiger Porling
Riesenporling
Riesenporling
Rauchporling
angebrannter Rauchporling
glänzender Lackporling
glänzender Lackporling
Brandkrustenpilz
Brandkrustenpilz
 Schmetterlingstramete
Schmetterlingstramete
runzeliger Schichtpilz
runzeliger Schichtpilz
Milchglanz
Milchglanz
Eichenwirrschwamm
Eichenwirrschwamm
striegeliger Schichtpilz
striegeliger Schichtpilz